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Wie es damals war - Wie es heute ist

Zur Geschichte des Stichlings

Der Hintergrund, warum der Stichling gegründet wurde, war die Konzentration auf dem Zeitungsmarkt Anfang und Mitte der 70er Jahre, besonders zu Lasten SPD-freundlicher Blätter und zugunsten konservativ und einseitig berichtender „Springer-Blätter“(in Lübeck LN-Monopol). In dieser Zeit entstanden zahlreiche sogenannte Stadtteilzeitungen in den Ortsvereinen. Auch im Ortsverein (OV) Schlutup wurde auf der Jahreshauptversammlung Anfang 1979, unter dem damaligen OV-Vorsitzenden H.P. Kosegarten, der Beschluss gefasst, eine Zeitung des OV vorzubereiten. Zunächst mussten Name und Layout gefunden werden. In Anlehnung an die örtliche Fischereitradition und einer vom Aussterben, aber in Schlutup noch vorhandenen Fischart, wurde der Name „Stichling“ geboren, der als Knochenfisch statt mit einer Rückenflosse mit Stacheln versehen ist, womit zugleich auch Assoziationen des „Stichelns“ verbunden sein sollten. Damit war das bis heute verwendete Kopfblatt, das im Jahr 1983 nochmals leicht verändert wurde, gestaltet. Dennoch verging noch längere Zeit bis endlich nach einer Neubesetzung des Redaktionsteams im Nov. 1979 die erste 4-Seitige Ausgabe mit der Headline: "Kindergarten in der Mecklenburger Straße platzt aus allen Nähten“. Weitere Themen waren erste Meldungen über anscheinend ungenehmigte Mülltransporte nach Selmsdorf; Bestrebungen, durch Kündigungen von Staatsverträgen durch CDU-Ministerpräsidenten den NDR zu zerschlagen und verbale Angriffe von Strauß gegen Sozialdemokraten.

In weiteren Ausgaben, die drei bis vier mal im Jahr erschienen, wurden die Artikel stark von der in der Folgezeit eskalierenden Giftmüllverbringung zu der neuen Deponie Schönberg geprägt. Dennoch wurde sehr intensiv auch über weitere Schlutup-Themen sowie aus dem Rathaus und der Bundespolitik berichtet. Es erfolgte von Beginn an eine flächendeckende Verteilung an alle 2600 Schlutuper Haushalte, was durch feste Bezirkseinteilungen über die „tätigen Genossen“ gewährleistet wurde. Durch das regelmäßige Erscheinen des Blattes und seine zuweilen kritische, aber wenig polemische Berichterstattung, wurde der "Stichling" von den Schlutuper Bürgern sehr gut angenommen und ist bis heute als Kommunikationsorgan des SPD-OV unverzichtbar geworden. Das bedeutet zugleich, dass vom OV auch stets auf die gesicherte Finanzierung der Druckkosten zu achten ist. Der zum Teil in früheren Jahren 8-10 seitige Umfang musste deshalb seit Mitte der 90er Jahre auf mittlerweile 4 Seiten herunter gefahren werden. Dies war jedoch ohne wesentliche Abstriche des Informationsumfangs möglich. Denn wurde der „Stichling“ in den 80er Jahren noch mittels Schreibmaschine, Schere und Klebstoff erstellt, so bietet die heutige Computertechnik wesentlich mehr und bessere Möglichkeiten, ein sauber gedrucktes Blatt zu erstellen. Zudem werden in eingeschränktem Umfang Werbeanzeigen ins Blatt genommen.

Im Juni 1999 feierte der „Stichling seinen 20. Geburtstag in einer vom OV organisierten kleinen Ausstellung , worüber in den Lübecker Presseorganen z. T. 4-Spaltig berichtet wurde. Die Jubiläumsausgabe titelte mit einem Grußwort von Bürgermeister Bouteiller und einer Gratulation des damaligen Bürgermeisterkandidaten Bernd Saxe sowie einer Auswahl früherer Aufmachertitel. Neben der Normalausgabe werden seit Mitte der 80er Jahre zu Wahlzeiten „Wahl-Stichlinge“ mit letzten aktuellen Informationen herausgegeben. Darüber hinaus wurden für Wahlkampfeinsätze mit unseren Berliner Genossen in Neukölln-Gropiusstadt sowie in Schlutup jeweils gemeinsame „Wahlstichlinge“ verteilt. Seit einem Jahr wurde ein gemeinsames Titellayout „Treffpunkt Süd u. Stichling“ verwendet. Außerdem wird als Mitgliederinformation der „Stichling intern“ vom OV herausgegeben. Dieses Informationsblatt hatte übrigens in den 60er Jahren einen Vorgänger mit dem Titel „TRAVE-WACHT“, Mitteilungsblatt des Distriktes Schlutup. Wer mehr über den Stichling erfahren möchte, kann sich gerne an Peter Biedermann wenden, der eine vollständige Sammlung aller herausgebrachten Stichlinge hat. Schreiben Sie uns einfach eine e-mail.

Sie finden die vier jüngsten Ausgaben des Stichlings auf der linken Seite im Auswahlmenü!