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SPD Bürgerschaftsfraktion

Stau in Schlutup

Stau in Schlutup wieder vorprogrammiert

Die stellvertretende Leiterin des Landesbetriebes für Verkehr, Frau Britta Lüth, stellte auf der vergangenen Stadtteilkonferenz in Schlutup die Umbaumaßnahmen zur Fertigstellung der Umgehungsstraße vor. Danach soll die Kreuzung an der Wesloer Str./Wesloer Landstr. in den Sommerferien für sechs Wochen vollständig gesperrt werden. Die dafür notwendige Umleitung des Verkehrs wird direkt durch Schlutup führen mit der Folge einer immensen Verkehrs- und Lärmbelastung. Die bisherigen Absprachen des Landesbetriebs mit dem Stadtverkehr Lübeck sehen darüber hinaus vor, dass die Linie 11 während dieser Zeit nur bis zum Schlutuper Markt fahren wird, um dort zu wenden und wieder Richtung Lübeck zu fahren. Die Siedlung Schlutup wäre damit vom öffentlichen Nahverkehr vollständig abgehängt.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Schlutup, Harald Quirder, kritisiert scharf die Durchführungsplanung: „Ich begrüße es sehr, dass nun endlich nach 20 Jahren der Planung und vieler Pannen und Verzögerungen die Umgehungsstraße fertiggestellt wird. Es ist aber nicht hinnehmbar, dass für den Umbau einer einzigen Kreuzung  eine Hauptverkehrsader für  sechs Wochen voll gesperrt wird. Was in Padelügge unter viel komplexeren Verhältnissen oder auch beim Neubau der Wesloer Brücke möglich war, muss auch für Schlutup und seine Bewohner möglich sein. Eine Vollsperrung bedeutet für die Schlutuper und Schlutuperinnen wieder Dauerstau und ersticken im Verkehr.“ Den Berechnungen des LBV von nur 150 bis 200 Metern Staulänge in Schlutup traut Harald Quirder nicht und er führt weiter aus: „Es ist ein Stück aus dem Tollhaus, dass  zudem die Linie 11 am Schlutuper Markt enden soll. Besonders für die älteren oder in der Bewegung eingeschränkten Bewohner der Siedlung ist die wochenlange Umbauphase eine Katastrophe. Wer auf den Bus für den täglichen Einkauf oder den Arztbesuch angewiesen ist, muss im schlimmsten Fall einen Fußmarsch von mehr als 1,5 Km hin und 1,5 Km zurück bewältigen. Das ist nicht verantwortbar.“

Der SPD Ortsverein hat sich  bereits an den Landtagsabgeordneten Thomas Rother gewandt und Protest eingereicht. Harald Quirder wird sich als Bürgerschaftsabgeordneter sowohl im Bauausschuss,  beim Stadtverkehr als auch in der Bürgerschaft für eine bessere und verträglichere Lösung während der Umbauphase einsetzen.